was macht man mit dem Scheunenfund?

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was macht man mit dem Scheunenfund?

Beitragvon Alfons1972 » 02 Feb 2016, 17:45

Wie die Zeit vergeht...
der eine oder andere erinnert sich vielleicht, dass ich ab und zu von meinen 600er Jagst geschrieben habe, den ich nach mehr als 40 Jahren Standzeit bekommen habe.
Ich will hier jetzt mal mehr zu meinem Projekt schreiben. Ich erhoffe mir Ratschläge und Erfahrungsaustausch.

Aber glaubt bloß nicht, dass dadurch die Sache schneller vorangeht ;)

Der Motor ist schon länger zerlegt und ich bin am Suchen und Zusammenstellen von Abarth-Teilen. Auch habe ich schon ein paar andere Teile. Zum Beispiel verrottete Radkappen für'n Euro aus der Bucht.

Falls jemand originale Abarth-Teile dafür rumliegen hat, dürft Ihr Euch gerne melden (soll aber -trotz Scheunenfund-Optik- ein authentischer oder zumindest zeitgemäßer Umbau werden zum derivazione 750).


Also, das ist die Basis, der 1960er Jagst:
Fiat 600_1.jpg
Fiat 600_06.jpg



Das momentane Ziel: Erhalten der Optik. Nur stören mich die komplett unlackierten Tür und das hintere Seitenteil der Fahrerseite dabei ein bisschen. Und außerdem müssen mindestens am rechten Radlauf hinten Reparaturen durchgeführt werden. Dem Stand der Technik folgend bräuchte man da also auch Lack. Nur: wie kann man so lackieren, dass es "alt" aussieht und vielleicht zu Kofferraumhaube, Motorhaube und Dach passt (das sind die noch besten Lackflächen)?

ich habe an einem Ventildeckel mal einen Versuch mit Owatrol gemacht, ein verharzendes Öl, mit dem ich schon gute Erfahrung mit dem Unterboden von meinem 500er Fiat gemacht habe.

20160202_173200[1].jpg

Das wäre schon der fertige Zustand. Sieht noch ein bisschen "speckig" aus, aber ich denke, das wird noch matter. Vielleicht schleife ich auch mal leicht mit einer Stahlwolle drüber.
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Re: was macht man mit dem Scheunenfund?

Beitragvon d-rek » 02 Feb 2016, 18:10

Okay...du WOLLTEST Meinungen hoeren...und ich denke, dass du viel "Gegenwind" erhalten wirst.
Nicht aber von mir. Ich stehe voll & ganz hinter dir.

Jetzt wird's aber persoenlich...und ab hier "schmeckt" die Sache gewiss nicht jedem:
Ich habe gerade gestern eine Kastenente gekauft...in aehnlichem Zustand wie dein Jagst...und verfolge exakt das gleiche Ziel.
Aussen in exakt dieser Scheunenfund-Optik belassen, mechanisch soll der Kasten topfit werden.

Nun hoere ich sie schon rufen..."restaurieren"..."Neulack"..."Frevel!"..."das arme Auto"..."Schrotthaufen"...
Ich sehe das komplett anders: Einen originalen Zustand habe ich nur EIN EINZIGES Mal...Neulackieren kann ich den Kutter auch alle zwei Wochen.
Mir ist es persoenlich ein Greuel wenn ich diese "besser als neu"-Restaurierungen sehe..mit Lackierungen, die es in der Qualitaet nie gab, mit Lopez-gerechten Spaltmassen...und wenn's ganz "schlimm" kommt auch noch mit Lederausstattung.

Deinen Plan alles SO zu belassen und mit Owatrol u schuetzen finde ich KLASSE!

Ich habe gewiss auch noch ein paar Teile (Ruecklichter, hintere Stossstange, etc...) die zum Zustand passen wuerden.

Viel Erfolg!
Derek
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Re: was macht man mit dem Scheunenfund?

Beitragvon Alfons1972 » 02 Feb 2016, 18:16

Derek! Super, ich bin begeistert! :mrgreen:
Es ist wirklich so, lackieren kann ich immer wieder. Aber wenn er mal lackiert ist, ist genau das, was ich zeigen will, zerstört.

Ich hatte schon überlegt, ob ich ihn überhaupt mit Owatrol behandeln soll. Aber das "gönne" ich mir, weil ich dann das Auto auch mal waschen kann.
Ich weiß, es gibt Leute, die würden sogar den Staub erhalten und darum nie bei Regen fahren. Also sehe ich mich als "gemäßigten Scheunenfund-Piloten"...
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Re: was macht man mit dem Scheunenfund?

Beitragvon d-rek » 03 Feb 2016, 08:10

Ohne jeglichen Schutz (Owatrol oder aehnliches) wuerden dem kleinen garantiert ein rascheres Ende bereiten...das faende ich wiederum sehr schade.

Uebrigens....ein netter Nebeneffekt: Um welches Auto wird sich beim naechsten Treffen eine Menschentraube bilden? Hihi...genau...!
Und die wenigsten werden begreifen dass DIESE Form der Erhaltung die viel schwierigere und aufwaendigere ist (beispiel: Reparatur Rostschaeden).


Viel Erfolg
Gruss
Derek
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Re: was macht man mit dem Scheunenfund?

Beitragvon Alfons1972 » 03 Feb 2016, 16:43

vielleicht weiß jemand Bescheid: kann man eigentlich eine rostbindende Grundierung in jedem Farbton mischen lassen?
Und zwar eine, welche u.U. auch als längerfristige Oberfläche (also ohne zusätzlichen Lack) funktioniert?
also quasi eine Rostschutzfarbe, die Rost bindet und damit "fertig" ist.

mit sowas könnte ich dann beilackieren, ohne vorher großartig bis auf's blanke Blech abzuschleifen. Ich hatte schon überlegt, ob man das hier mit Airbrush arbeiten könnte, so wäre das beilackieren noch einfacher. Auf extrem sauberes Abdecken könnte man da auch verzichten. Und eine top Oberfläche bräuchte ich auch nicht...
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Re: was macht man mit dem Scheunenfund?

Beitragvon d-rek » 03 Feb 2016, 19:20

Was das Thema Airbrush angeht (und das koennte ich dir fuer diese Art der "Restauration" empfehlen)...ich habe da einen tollen Kollegen in Weiden/Oberpfalz...Kontakt kann ich gerne vermitteln...habe aber keine Ahnung aus welcher Ecke du kommst.

Grusss
Derek
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was macht man mit dem Scheunenfund

Beitragvon Gerаemick » 27 Mär 2017, 11:04

Meinen RESPEKT hast Du
und meine Neid dazu

das Ganze mit ner GS ist
sicher ne schöne Tour,
aber mit dem dieseligen
Krad ein Abenteuer und
nur was fГјr Leute mit
eisernen Nerven

GrГјГџe

Eugen j.keusen
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